Pulverbeschichtung


Bei der Pulverbeschichtung handelt es sich um ein Beschichtungsverfahren, bei dem ein in der Regel elektrisch leitfähiger Werkstoff mit Pulverlacken beschichtet wird. Dabei wird das Pulver mit Corona- oder Triboaufladung auf den zu beschichtenden Untergrund aufgesprüht und anschließend eingebrannt.

Durch unterschiedliche Oberflächen (glatt, strukturiert, Feinstruktur, Hammerschlag) und entsprechende Pigmente können praktisch alle Oberflächeneffekte erzielt werden. Die Farben des RAL-Farbsystems sind kurzfristig verfügbar. NCS-bzw. Sonderfarbtöne auf Anfrage.

Pulverbeschichtung können wir auf Ihren Bauteilen bis zu folgenden maximalen Abmaßen durchführen:

Serienteile Bauteilabmessungen bis 4000 mm x 1600 mm x 800 mm
Einzelteile Bauteilabmessungen bis 7000 mm x 2000 mm x 1600 mm

Die Vorteile


Icon ArrowUmweltfreundlich, da keine Lösungsmittel benötigt werden
Icon ArrowTeilweise geringe Kosten gegenüber herkömmlichen Lackierverfahren
Icon ArrowSehr hoher Korrosionsschutz, bis zur Korrosionsklasse C5 möglich
Icon ArrowHohe mechanische Widerstandsfähigkeit (kratzfest, abriebfest, schlagfest)
Icon ArrowHohe Verformbarkeit
Icon ArrowBeständig gegenüber Chemikalien
Icon ArrowSehr hohe Witterungsbeständigkeit
Icon ArrowGute elektrische Isolationseigenschaften

 

Pulverbeschichtungsverfahren

 

E-Statik-Korona:

Hierbei wird das geerdete Werkstück mit polarisiertem Pulver besprüht.

Im Detail: Ein Pulver/Luftgemisch wird durch einen Schlauch zum Applikationsorgan, der Pistole, transportiert. Entweder im Mündungskanal der Pistole oder außerhalb sind eine oder mehrere Koronanadeln angeordnet. An diesen liegt eine zwischen 20 und 100 kV regelbare Gleichspannung an.

Diese sorge vereinfacht gesagt für die Polarisierung des Pulvers. Die aufgeladene Pulverwolke hat das Bestreben, ihre Ladung wieder abzugeben und legt sich deshalb bevorzugt auf das geerdete Werkstück.

Flächige, nicht zu sehr zerklüftete Werkstücke lassen sich mit diesem Verfahren hervorragend beschichten. Die erzielten Schichtdicken liegen zwischen 40 und 100 mµ.

 

Tribo-Aufladung:

arbeitet im Prinzip genauso, es fehlt allerdings die Hochspannung. Das Pulver wird hier innerhalb der Pistole durch innigen Kontakt des Pulvers mit einem sogenannten Reibpartner geladen. Durch möglichst häufigen Kontakt des Pulvers mit den aus PTFE bestehenden Wandungen der Pistole, kommt es zu einer Ladungstrennung und damit zur Polarisierung des Pulvers.

Die erzielbaren Schichtdicken sind ähnlich denen bei der Koronabeschichtung, können aber in der Spitze auch etwas höher sein. Die erzeugten Oberflächen weisen häufig einen besseren Verlauf

auf als bei der Koronabeschichtung. Die Beschichtung zerklüfteter Werkstücke bzw. faradyscher Käfige ist leichter zu realisieren, schon weil mit diesen Pistolen näher an das Beschichtungsgut herangegangen werden kann. Die Flächenleistung einer Tribpistole liegt allerdings unter der einer Koronapistole.

Gemeinsamkeit beider Verfahren ist, dass sie sowohl automatisch als auch manuell durchgeführt werden können. Durch die Möglichkeit der Pulverrückgewinnung kann der Wirkungsgrad sehr hoch sein. Dies setzt allerdings ausreichend große Chargen eines Farbtons voraus.

Fast ausschliesslich werden bei der elektrostatischen Beschichtung duroplastische Pulver verarbeitet, dekorative und funktionelle Beschichtungen sind in einem breiten Spektrum möglich.